Top 10 Sehenswürdigkeiten in Brügge

Was man in Brügge gesehen haben sollte

Für alle, die zum ersten mal in Brügge sind oder nur relativ wenig Zeit haben, haben wir auf dieser Seite eine Auswahl der 10 wichtigsten Brügge Sehenswürdigkeiten zusammengestellt. Alle Standorte befinden sich in der Brügger Altstadt und sind innerhalb weniger Minuten zu Fuß zu erreichen.

1 Die Liebfrauenkirche mit der berühmten Madonna von Michelangelo

Die Liebfrauenkirche mit der berühmten Madonna von Michelangelo

Die dreischiffige Liebfrauenkirche ist eine der ältesten Backsteinkirchen in Flandern. Der Sakralbau im gotischen Stil wurde im Jahr 1230 nach einer mehr als 20-jährigen Bauzeit fertiggestellt. Der 115 Meter hohe Kirchturm ist seit jeher ein Wahrzeichen der Stadt. Die Kirchenschiffe wurden in mehreren zeitlich aufeinander folgenden Bauabschnitten errichtet. Heutzutage sind es insgesamt fünf langgezogene Kirchenschiffe, die zu einer ausgiebigen Besichtigung der Liebfrauenkirche einladen. Zu den Sehenswürdigkeiten gehören das reich verzierte Grabmal von Maria von Burgund sowie der Sarkophag von deren Vater Karl dem Kühnen. Die heutige Orgel mit 35 Registern auf drei Manualen basiert auf dem ursprünglichen Instrument des belgischen Orgelbauers Cacheux aus den 1720er-Jahren. Das bekannteste Ausstellungsstück ist die „Madonna mit Kind“, eine Skulptur des italienischen Malers und Bildhauers Michelangelo. Zur Liebfrauenkirche gehört auch ein Kunstmuseum mit attraktiven Dauer- und Sonderausstellungen.

2 Der Grote Markt in Brügge

Der Grote Markt in Brügge

Der Große Markt, wie diese historische Sehenswürdigkeit auf Deutsch heißt, ist kultureller und touristischer Mittelpunkt von Brügge. Mit seiner Lage im Zentrum der Altstadt war der Grote Markt im Mittelalter direkt per Schiff erreichbar. Der Platz ist ein Hektar groß und dennoch recht überschaubar. Umsäumt ist er von denkmalgeschützten Bauwerken aus vergangenen Jahrhunderten. Zu ihnen gehören das Landgericht im neogotischen Stil, der Provinciaal Hof oder das ehemalige Postgebäude. Die Gastronomie mit Cafés, Bistros und Restaurants ist auf den Tourismus bestens vorbereitet. Ein Highlight für Einheimische und Besucher ist der Brügger Wochenmarkt jeweils mittwochs. In der Advents- und Weihnachtszeit verwandelt sich der Grote Markt in eine öffentliche Eislaufbahn mit angrenzendem Weihnachtsmarkt. Der Wochenmarkt findet dann auf dem nahegelegenen Burgplatz statt.

3 Der Belfried von Brügge

Der Belfried von Brügge
Der Belfried am Grote Markt in Brügge

Als Belfried wird ganz allgemein ein Glockenturm in flämischen Städten bezeichnet. Er ist schlank und hoch gebaut. Der Brügger Belfried ist 83 Meter hoch, in die Stadshallen integriert und hat seinen Platz am Grote Markt. Erbaut wurde der Belfried als städtisches Wahrzeichen zusammen mit dem Grote Markt in den 1300er-Jahren. In den folgenden Jahrhunderten wurde er mehrfach durch Brände zerstört und neuaufgebaut. Seit den 1820er-Jahren trägt der Belfried eine neogotische steinerne Krone anstelle der bis dahin hölzernen Spitze. Heutzutage begeistert der Glockenturm mit seinem Glockenspiel, dem Carillon auf dem 17. Jahrhundert. Jeweils mittwochs, samstags und sonntags um 14.15 Uhr sorgen die 47 Bronzeglocken für das Brügger Glockenspiel. Insgesamt 366 Stufen führen hinauf auf die Besucher- und Aussichtsplattform in Höhe des Glockenspiels.

4 Die Heilig Blut Basilika

Die Heilig Blut Basilika
Die Heilig-Blut-Basilika in Brügge

Die im 12. Jahrhundert erbaute Heilig-Blut-Basilika ist die älteste Kirche in Brügge.  Mit ihren zwei getrennten Hauptschiffen eine Doppelkirche, bestehend aus der Unter- sowie aus der Oberkirche. In dem Sakralbau wird als eine der europaweit bedeutendsten christlichen Reliquien eine Ampulle mit dem Blut Christi aufbewahrt. Als solches wird in der christlichen Lehre Blut von Jesus bezeichnet, „das er am Kreuz für die Rettung der Menschheit gegeben hat“. Die Reliquie wird auch heute noch den Gläubigen während der wöchentlichen Freitagsmesse gezeigt. Die jährliche Heilig Blut Prozession an Christi Himmelfahrt wird zum Anlass genommen, um die Reliquie in einem feierlichen Zug durch Brügge zu tragen. Prozession, Reliquie sowie indirekt auch die Heilig Blut Basilika sind seit dem Jahr 2009 ein immaterielles UNESCO-Kulturerbe.

5 Das Memlingmuseum

Das Memlingmuseum
Der Dreikönigsaltar in Madrid ist eines der bekanntesten Werke von Hans Memling

Benannt ist das Museum nach Hans Memling, einem deutschen Maler der niederländischen Schule . Er stammte ursprünglich aus Seligenstadt, lebte und arbeitete aber den größten Teil seines Lebens in Brügge. Die Museumsräume befinden sich in der ehemaligen Kapelle des früheren St. Josephs Krankenhauses. Der weitläufige Gebäudekomplex gehört heutzutage zur Museumslandschaft von Brügge. Memling war und ist noch heute ein in Belgien weithin bekannter Künstler. Einige seiner Kunstwerke wie der Ursulaschrein hat er exklusiv für das damalige Krankenhaus angefertigt. Im Museum werden sowohl Werke von Memling als auch Informationen zu seinem Leben und Schaffen präsentiert. Für den Touristen bietet es sich geradezu an, Memlingmuseum sowie das St. Josephs Hospital in der Mariastraat 38 gemeinsam zu besichtigen.

6 Der Roezenhoedkaai und die Grachten von Brügge

Der Roezenhoedkaai und die Grachten von Brügge
Der Rozenhoedkaai in Brügge

Der Rosenkranzkai, wie diese Brügger Sehenswürdigkeit zu Deutsch heißt, ist zusammen mit den verschlungenen Grachten eine Attraktion von Brügge. Er gilt als das stadtweit beliebteste Panorama. Die Namensgebung geht zurück in das Mittelalter, weil damals an diesem Kai über lange Zeit hinweg Rosenkränze verkauft wurden. Die am Kai verlaufende ist eine der bekanntesten Grachten der Stadt. Der Rosenkranzkai selbst bietet eine direkte Sicht auf das Rathaus, den Brügger Belfried sowie auf die Heilig Blut Basilika. Der Kai ist ein idealer Ausgangspunkt für Rundfahrten durch die stadtweiten Grachten. Ihretwegen wird Brügge als das Venedig von Flandern bezeichnet. Zu den Sehenswürdigkeiten, die vom Rosenkranzkai aus bequem zu Fuß erreichbar sind, gehören die Liebfrauenkirche, das Gruuthusemuseum und der Grote Markt.

7 Das Groeningemuseum

Das Groeningemuseum
Das Groeningemuseum in Brügge. Foto: Toerisme Brugge / Jan D’Hondt

Es ist ein Kunstmuseum und gilt als eines der landesweit schönsten seiner Art. Weithin bekannt ist es wegen seiner Kunstsammlung der „Flämischen Primitiven“ aus der Kunstepoche des 15. Jahrhunderts. Die Museumssammlung mitsamt ihrer einzigartigen flandrischen Kunst umfasst Gemälde und Kunstgegenstände aus sechs Jahrhunderten. Die Museumsräume sind mit Barock, Neoklassizismus, Realismus und Renaissance in vier Kategorien aufgeteilt. Regelmäßige Wander- und Sonderausstellungen sorgen für viel Abwechslung als Ergänzung zur Dauerausstellung. Wer sich über die jahrhundertealte Entwicklung der Kunst in Belgien informieren möchte, der hat mit dem Groeninge Museum die richtige Wahl getroffen. .

8 Der Beginenhof

Der Beginenhof
Der Beginenhof in Brügge

In den vergangenen Jahrhunderten war ein Beginenhof der Wohnplatz von Beginen als einer christlichen Gemeinschaft hier in Flandern und in den Niederlanden. Um einen Innenhof herum sind die Wohngebäude der Beginen nebst einer Kapelle gruppiert. Der Brügger Beginenhof wurde Mitte der 1240er-Jahre erstmals urkundlich erwähnt. Heute ist die damalige, regelrecht idyllisch am Wasser gelegene Hofanlage ein Schwesternkloster des Benediktinerordens. Ein überschaubares Museum über die Geschichte von Beginen und den Brügger Beginenhof sowie der Klostergarten laden zum Besuchen und Verweilen ein. Um die Gebäude herum ist ein weitläufiger Garten angelegt; hier werden Wein, Kräuter sowie Nutz- und Zierpflanzen angebaut und gezüchtet. Durch das Hofgelände verläuft das Minnewater als ein in früheren Jahrhunderten kanalisierter See zur städtischen Wasserversorgung. Der damalige Transportweg für kleinere Schiffe ist heutzutage ein Ort für Ruhe, Stille und Erholung. Direkt an den Beginenhof grenzt der Minnewaterpark. Er hat sich in den vergangenen Jahrzehnten zur Heimat für vielfältige Wasservogelarten entwickelt.

9 Stadshuis – das Rathaus von Brügge

Stadshuis – das Rathaus von Brügge
Das Rathaus von Brügge

Das historische Rathaus steht im Mittelpunkt des Burgplatzes von Brügge. Das Stadthuis gehört seit seiner Errichtung in den 1370er-Jahren zu den ältesten und größten Rathäusern im gesamten Land. Die Rathausfassade ist mit Zinnen und Türmchen reich bis üppig verziert. Bemerkenswert ist die asymmetrische Eingliederung des Turms in den Rathausbau. Der linke Flügel besteht aus zehn, der rechte Gebäudeflügel aus sechs Achsen. Überaus repräsentativ ist der Große Saal des Rathauses. Im gotischen Stil gestaltet ist er mit zahlreichen Wandmalereien verziert. Gezeigt werden Szenen aus den vergangenen Jahrhunderten als der Blütezeit von Brügge. Weitere sehenswerte Säle sind der Maximilians-Saal mit seinem berühmten Wandteppich als Darstellung des Lebens von Chlodwig, Ratssaal und Festsaal sowie der Trauungssaal als ehemaliger Gerichtssaal.

10 Der Burgplatz

Der Burgplatz
Der Burgplatz in Brügge mit dem Belfried im Hintergrund

Burgplatz und Stadthalle von Brügge sind ein städtebauliches Ensemble. Namensgeber ist eine im Mittelalter errichtete Burg zum Schutz der Stadt vor den Normannen. Von der Burg selbst sind keine baulichen Überreste vorhanden; verblieben ist jedoch der Name Burgplatz als Erinnerung an die damals schwierigen Zeiten. Ersetzt wird die Burg durch die Stadthalle nebst weiteren historischen Bauwerken und Gebäuden um den Platz herum. Zu den namhaften gehören die Heilig Blut Basilika sowie der alte Gerichtshof von Brügge. Die Stadthalle auf dem Burgplatz wurde im Laufe des 15. Jahrhunderts fertiggestellt. Eine beeindruckend breite Treppe führt hinauf zum repräsentativen Stadthallenportal. Dort erwartet den Besucher die gotisch Kammer. Sie ist mit ihrer ursprünglichen Ausstattung nahezu komplett erhalten. Der Burgplatz steht nicht in Konkurrenz zum nahegelegenen Grote Markt, sondern er ist vielmehr eine Bereicherung an Sehenswürdigkeiten auf einem Stadtbummel durch Brügge. Beide Plätze liegen mit gut 200 Metern nur wenige Gehminuten voneinander entfernt. Der Besucher sollte am besten beide Plätze gesehen und erlebt haben.<

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